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Die eigene Energiebilanz spürbar verbessern

Komfort Bei Energiefragen ist Effizienz das Schlüsselwort. Die grosse Herausforderung dabei ist es, herauszufinden, welche Energiequelle am Besten zum eigenen Haus passt.

Matthias Mehl

Es geht um Geld. Um viel Geld sogar. Auf über achtzig Prozent wird das Energiesparpotenzial bei unsanierten Altbauten geschätzt. Eine der wichtigsten Entscheidungen, um dieses Potenzial nutzen zu können, ist jene, welcher Heizungsträger bei einer Sanierung – oder bei einem Neubau – gewählt werden soll.

Zwar sind Öl- und Gasheizungen in der Anschaffung noch immer günstiger als Heizsysteme für erneuerbare Energie. Doch eine Umstellung auf Solarstrom, moderne Wärmepumpen oder Pelletheizungen entlastet langfristig nicht nur die Haushaltskasse aufgrund der stetig steigenden Kosten fossiler Energieträger. Mit diesen Wärmesystemen wird auch das Klima geschont.

Ungenutzte Chancen

Dennoch wird in der Schweiz heute nur ein Bruchteil des Potenzials der erneuerbaren Energie genutzt. Das soll sich zwar mit der Totalrevision des Energiegesetzes ändern, die der Bundesrat als Kern seiner «Energiestrategie 2050» sieht. Relevante Massnahmen gerade bei der aktiven Förderung erneuerbarer Energien sollen aber erst spät umgesetzt werden. Von gesetzlichen Vorgaben wie im Nachbarland Deutschland, die seit 2009 in Neubauten den Einsatz erneuerbarer Energien vorschreiben, ist man in der Schweiz noch weit entfernt.

Glücklicherweise können Hausbesitzer wie Mieter bereits mit relativ geringem Sanierungsaufwand viel erreichen. In dem sie etwa Schwachstellen aufspüren und diese «dicht» machen, seien es zugige Fenster, die mangelhafte Dämmung des Daches oder der Heizungs- und Warmwasserleitungen.

Sanierung zahlt sich aus

Doch auch grössere Investitionen wie der Bau von Fotovoltaikanlagen oder eine Kompletterneuerung der Heizung rechnen sich schneller, als die meisten vermuten. Die technologischen und baulichen Lösungsansätze, mit denen sich die Verluste von Heiz- und Warmwasserenergie in Gebäuden massiv senken lassen, existieren, sind einfach und günstig, heisst es etwa bei der Schweizerischen Energie-Stiftung SES.

Stiftungen wie die SES, aber auch Behörden und Interessensverbände stellen ausführliche Broschüren und Merkblätter zum cleveren Umgang mit Energie zur Verfügung, informieren über Förderprogramme für wärmetechnische Erneuerungen oder über die Frage, wie solche Investitionen steuerlich absetzbar sind. Zudem veranstaltet der Verein Energie Zukunft Schweiz, der sich für die Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz einsetzt, regelmässige Informationsanlässe und bietet individuelle Energieberatung an.