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Diese Neugestaltung macht sich bezahlt

Einrichtung Wand raus, Treppe rein – das war gestern. Heute umfasst der Umbau des Eigenheims viel mehr als optische Veränderungen. Der Energieverbrauch muss stimmen, die Kosten tief gehalten werden – und da wäre noch ein weiterer Faktor, der immer wichtiger wird.

Matthias Mehl

Nachhaltiges Denken und Handeln ist total in. Ob es nun Lebensmittel mit kurzen Transportwegen, der Verzicht auf Plastik oder Kleidung aus umweltverträglichen Stoffen sind – unser Planet liegt uns am Herzen. So ist es nicht überraschend, dass auch während dem Umbau auf nachhaltiges Bauen gesetzt wird. Dabei achtet man auf ökologische Verträglichkeit, ressourceneffiziente Lösungen und reduziert zugleich den Energieverbrauch. Die steigenden Energiekosten sind nur ein Grund dafür. Denn das klimafreundliche Umbauen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht.

 

Gefragt sind grossflächige, raumhohe Verglasungen mit kaum sichtbaren Rahmenanteilen.

 

Wer sich aber an einen energieeffizienten Umbau wagt, muss vorerst herausfinden, wo genau Energie verloren geht und wie dieses Problem behoben werden kann. Dafür ist es notwendig, die Immobilie innen und aussen zu prüfen. Experten raten in diesem Fall immer, Fachleute, beispielsweise einen Architekten, Schreiner oder Zimmermann hinzuzuziehen. Diese sehen mehr als ein Laie und erkennen auch, ob die Dämmung von Aussenwänden ausreicht oder ob neue Fenster eingesetzt werden müssen.

 

Einschätzen lassen

Ein klimafreundlicher Umbau tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dem Portemonnaie des Hauseigentümers. Die Steuerbehörde unterscheidet zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden Investitionen, die in den meisten Fällen bei den Steuern abgerechnet werden können. Oft ist es aber schwierig zwischen den Aufwendungen zu unterscheiden. Diese Problematik führt nicht selten zu Diskussionen zwischen Eigenheimbesitzern und Steuerbehörden. Nicht aber bei energiesparenden Massnahmen. Diese wertvermehrenden Aufwendungen dürfen in jedem Fall von den Steuern abgezogen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem raten Experten, sich noch bevor die Arbeiten in Auftrag gegeben werden, beim Steueramt zu informieren. Dort kann man das Bauvorhaben einschätzen lassen.

 

Was nicht nur edel und elegant aussieht, lässt auch mehr Licht und passive Energie in die Räume einfliessen.

 

Sparsam schön

Ein Beispiel für nachhaltiges Umbauen, ist die Verwendung von Fenstern nach Minergie-P-Standard. Kurt Berger von «Berger swissFineLine» ist Experte für rahmenlose Verglasungen und kennt die Vorteile dieses Systems. Heute gingen die Kundenwünsche über die Energieeffizienz, etwa der Optimierung von Wärmedämmwerten, der Schalldämmung sowie dem Sonnen- und Wärmeschutz, hinaus. «Gefragt sind grossflächige, raumhohe Verglasungen mit kaum sichtbaren Rahmenanteilen», erklärt Berger. Es müsse funktional sein, aber auch ästhetisch. Aus diesem Grund werden umlaufende Rahmenprofile vollständig in Boden, Decke und die Wände eingearbeitet. «So wird die Profilansicht auf ein absolutes Minimum reduziert. Was nicht nur edel und elegant aussieht, lässt auch mehr Licht und passive Energie in die Räume einfliessen.»