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Gewaltsame Eindringen in die Privatsphäre

Einbrecher müssen draussen bleiben

Trends Der beste Schutz gegen Einbruch oder Trickdiebstahl an der Haustüre ist nicht nur die Alarmanlage, sondern Aufmerksamkeit, gesunder Menschenverstand und verschlossene Türen.

Matthias Mehl

Als «Einbruch bezeichnet man das unerlaubte Eindringen in einen abgegrenzten Bereich bei Überwindung eines Hindernisses»: Es ist die banal wirkende Definition einer Straftat, wie sie – je nach Region und Jahreszeit – in der Schweiz im Durchschnitt alle acht Minuten stattfindet.

Eine Straftat, die jedoch viel schlimmere Folgen haben kann, als nur materiellen Schaden. Durch das gewaltsame Eindringen in die Privatsphäre des eigenen Wohnraums wird auch das Gefühl der persönlichen Sicherheit zutiefst erschüttert, welches man dort in der Regel verspürt. Und wo Angst, Misstrauen oder das Gefühl von Hilflosigkeit dominieren – laut der Schweizer Kriminalstatistik konnte 2011 nur ein Achtel aller Fälle aufgeklärt werden – ist es meist auch mit dem Wohlgefühl dahin.

Vorsicht hilft viel

Die Frage liegt deshalb nahe, wie man sein Zuhause schützen kann. Tatsächlich muss Sicherheit nicht immer teuer sein und nur einer modernen Alarmanlage bestehen. Gerade der Einbruchdiebstahl, eines der häufigsten Delikte, kann durch vorsichtiges und aufmerksames Verhalten, gute Kontakte im sozialen Umfeld und einige einfache technische Installationen verhindert werden.

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Die Polizei bietet kostenlose Beratung bei Fragen nach der Sicherung von Türen, Fenstern und anderen Einstiegsoptionen. Und die Schweizerische Kriminalprävention der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren stellt auf ihrer Webseite ein «Risiko-Analyse-Tool» zur Verfügung, bei der man feststellen kann, wie hoch das «individuelle Einbruchrisiko» der eigenen Wohnung oder des Hauses ist.

Dort finden sich zudem detaillierten Tipps zur zusätzlichen oder nachträglichen Sicherung von Schlössern, Türen, Fenstern und Rollläden, aber auch Informationen darüber, was man mit Lichtinstallationen, Bewegungsmeldern oder Alarmanlagen erreichen und von diesen erwarten kann.

Generell empfiehlt die Polizei präventive Massnahmen, die auch dem gesunden Menschenverstand geschuldet sind. So gehören Aussentüren stets abgeschlossen; die eigene Abwesenheit etwa bei längeren Ferien sollte nicht offensichtlich sein; und eine gute gegenseitige Nachbarschaftshilfe dient auch der eigenen Sicherheit.