Renovation

Eine Renovation bietet viele Möglichkeiten um Energie zu sparen und umweltschonender zu wohnen.

Richtig renovieren: mehr Wohnqualität, weniger Verbrauch

Trends Umbauten gewinnen in der Bauwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Das Bundesamt für Energiewirtschaft rechnet damit, dass die Anzahl Renovationen in den nächsten 20 Jahren bis auf 50 Prozent ansteigt.

SMA

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Das Wohnungsangebot entspricht nicht mehr überall den modernen Wohnbedürfnissen – wer will heute noch in einer düsteren Wohnung aus den 70er-Jahren mit grünen Kacheln in der Küche und Linoleumboden wohnen? Der moderne Mieter, die moderne Mieterin erwartet heutzutage lichtdurchflutete Räume, eine offene Küche mit modernen Apparaturen, Parkettböden aus edlem Holz, im Badezimmer Natursteinböden und mehr. Und das natürlich möglichst umweltverträglich.

Die jährlich neu erstellten Wohnungen machen nur nur ein Prozent des gesamten Immobilienbestandes aus.

Diese Anpassungen erfolgen über Renovationen. Obwohl es den Anschein macht, dass überall in der Schweiz gebaut wird wie noch nie, zeigen Zahlen des Bundesamte für Statistik: Die jährlich neu erstellten Wohnungen machen nur nur ein Prozent des gesamten Immobilienbestandes aus. Durch einen Umbau werden Wohnungen und Häuser nicht nur modernisiert, sie belasten auch die Umwelt weniger. Gute Isolierung, Wärmedämmung, neue Fenster, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen usw. sorgen für eine bestmögliche Umweltverträglichkeit und erhöhen den Wohnkomfort. Und die Hausbesitzer sehen auch den finanziellen Anreiz: Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten können von den Steuern abgezogen werden. Zudem sind der Werterhalt und auch die Wiederverkäuflichkeit sichergestellt.

70er Gebaude

 

Häuser aus den 70er-Jahren sind Energieverschwender

Beim Stichwort «Altbausanierung» denken viele an wirklich alte Häuser, die vor oder kurz nach der Jahrhundertwende gebaut wurden. Das stimmt natürlich, aber «energietechnisch» ist ein Altbau bereits ein Haus, das in den 70er-Jahren gebaut wurde. Damals war das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung noch wenig ausgeprägt. Erst in den 80er-Jahren wurden die Politik und die Schweizer und Schweizerinnen durch Schreckensmeldungen wie das Waldsterben, das Unglück in Tschernobyl und der Zerstörung der Ozonschicht auch für Umweltanliegen sensibilisiert.

Wer heute sein Haus saniert, sollte energetisch sanieren.

Auch heute benötigt immer noch ein grosser Teil der Häuser für Heizung und Warmwasser ein Mehrfaches an Energie als eigentlich dafür nötig wäre. Wer heute sein Haus saniert, sollte energetisch sanieren. Das heisst, das Gebäude wird so modernisiert, dass der Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Lüftung minimiert wird. Doch nicht immer wird bei der Sanierung konsequent auf erneuerbare Energie gesetzt. Wenn grosse Investitionen vermieden werden oder im Moment des Umbaus nicht tragbar sind wird sozusagen als Übergangslösung zum Beispiel nur die Ölheizung ausgewechselt. Das ist – wenn man als Vergleich eine Wärmepumpe nimmt – zwar eine günstige und schnelle Lösung, aber nicht wirklich nachhaltig.

Fachpersonen sind gefragt

Gerade im Sanierungsbereich ist die Entwicklung rasant, die heute umweltfreundlichste Massnahme kann in drei Jahren bereits nicht mehr optimal sein. Der Bauherr, meistens Laie, ist auf eine fachmännische und zukunftsgerichtete Beratung angewiesen. Hier sind die Bauunternehmen gefordert: Vielfach schreitet die Entwicklung schneller voran, als sich die Fachleute auf den neusten Stand bringen können. Eine gute Lösung kann sein, einen unabhängigen Energieberater zu engagieren.

Fachmann

Vor allem geht es darum, den Bauherren aufzuzeigen, dass sich die vorerst höheren Sanierungskosten über die Jahre über den geringeren Energieverbrauch wieder ausgleichen.

Er macht vor Ort eine detaillierte Datenaufnahme für das Gebäude mit einer rechnerischen Auswertung des Ist-Zustandes. Verschiedene Sanierungsvarianten mit dem entsprechenden Kostenrahmen werden zusammengefasst und in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Bauherrn besprochen. Vor allem geht es auch darum, den Bauherren aufzuzeigen, dass sich die vorerst höheren Sanierungskosten über die Jahre über den geringeren Energieverbrauch wieder ausgleichen.

Sparpotential bei Heizungen

Wärme durch Strahlung, in den eigenen vier Wänden? Für viele mag das im ersten Moment befremdlich klingen. Dahinter verbirgt sich aber eine Innovation der modernen Wärmetechnik: die Wandheizung. Dabei ist deren Prinzip alles andere als neu: Man kopiert mit dem Systemen einfach die Natur. Denn genau wie die Sonne wärmen Wandheizungen die Hausbewohner direkt, mit Strahlen.

Im Falle der Wandheizung kommen Infrarotstrahlen zum Einsatz. Ihr Vorteil: Statt dass wie bei einem herkömmlichen Radiator die Luft erhitzt werden muss und so starke Luft-Umwälzung und -Austrocknung erfolgen, wärmen die Strahlen direkt und von allen Seiten. Das fördert nicht nur ein angenehmes Raumklima, sondern ist auch energieeffizient. Das zeigt auch der Vergleich mit der Bodenheizung: Hier kommen ebenfalls Infrarotstrahlen zum Einsatz, aber nur zu 50 Prozent – die andere Hälfte der Heizleistung erfolgt über herkömmliche Lufterwärmung. Dadurch verpufft noch immer vergleichsweise viel Energie.

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