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Wenn die Brötchen vor Ihnen in der Küche sind

Einrichtung Unser Leben stellt sich auf den Kopf – im guten Sinne. Noch vor einigen Jahren war es undenkbar, jemanden unsere Einkäufe tätigen zu lassen oder Geräte zu besitzen, die sich beim Verlassen des Hauses selbst ausschalten. Doch der Fortschritt liess nicht lange auf sich warten. Ein Aufschluss darüber, was im Bereich «Wohnen» inzwischen möglich ist.

Matthias Mehl

Da sagt wohl niemand nein: Von der ungeliebten Hausarbeit befreit werden, sich die Suche nach einem Babysitter ersparen oder bequem von A nach B kommen, ohne dafür auf ein konventionelles Taxi zurückgreifen zu müssen. Das alles und noch viel mehr ist bereits möglich. Der Clou daran: Statt für jedes Anliegen den passenden Einzeldienstleister zu suchen oder eine spezifische App herunterzuladen, werden alle relevanten Services aus einer Hand angeboten. Was man dafür tun muss, ist nichts weiter, als ein Abonnement für die gewünschten Dienste abzuschliessen. Die Dienstleistungen sind extrem vielfältig. Grundsätzlich ist alles ausführbar, was der Kunde sich vorstellt oder wünscht. Wer diesen Service möglich macht? Beispielsweise das Unternehmen «bonacasa AG» mit ihrem Konzept Wohnen mit Dienstleistungen «bonacasa – vivre avec services».

 

Das Haus sorgt für sich selbst

Wohnkomfort geht aber mittlerweile über solche Dienstleistungen hinaus. Es wird schwellenlos und hindernisfrei gebaut – selbst die Terrasse oder der Balkon lassen sich ohne Schwelle erreichen. Menschen, für die Schwellen zuvor ein regelrechter Krampf-Akt waren, können sich dank dieser Bauweise ungehindert im ganzen Haus bewegen.

 

Doch die wohl grösste Innovation ist momentan das vernetzte Wohnen. Neu werden die Bereiche Bau, Sicherheit und Services mit Haustechnologie ergänzt. Das Zusammenspiel schafft ein Wohnerlebnis, das den persönlichen Bedürfnissen angepasst ist. Es ist möglich, alle elektrischen Geräte beim Verlassen der Wohnung automatisch auszuschalten. Oder aber mittels Lichtspuren, die zum Badezimmer führen, auch in der Nacht den Weg zur Toilette problemlos zu finden.

 

Und auch die Möbelstücke sind heute ausgeklügelt. Auf dem Markt gibt es Objekte, die über hohe Funktionalität verfügen und mit ergonomischem Komfort verbunden sind. Diese können als Pflegemöbel der Zukunft im eigenen Zuhause eingesetzt werden.

 

Service wird immer interessanter

Experten versichern: Solche Konzepte haben Zukunft. Dienstleistungen würden künftig als Selbstverständlichkeit akzeptiert. Davon sind unter anderem die Universität St. Gallen und das Gottlieb Duttweiler Institut überzeugt. Jedoch scheint es so, als sei die Zeit noch nicht ganz reif dafür. Derzeit entspricht es noch der Schweizer Mentalität, möglichst vieles selber zu machen. Diese kritische Grundhaltung gegenüber «Wohnen mit Services» könne jedoch mit Transparenz, guter Qualität und passender Marketingkommunikation überwunden werden, erklären Experten.