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Wie Profis einen Umzug schmackhaft machen

Komfort Da gerät man mächtig ins Schwitzen – ein Umzug ist mehr als nur Kistenschleppen. «Wohnen» hat eine Anleitung dazu, wie und wo man die echten Profis findet und wie der Umzug nicht zum Graus wird.

Matthias Mehl

Umzug – bei vielen Menschen löst alleine schon der Gedanke daran Panik aus. Für sie bedeutet er einen enormen Mehraufwand, zusätzliche Kosten sehr viel Zeit, die verloren geht. Andere nutzen diese Gelegenheit trotz allem aber, um einen Neuanfang zu wagen – sei es auch nur hinsichtlich der Einrichtung. Denn ein Umzug fordert zum Entrümpeln und Umgestalten auf.

 

Dass er jedoch keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollte, ist zumindest denen bewusst, die bereits einmal ungezogen sind.

 

Umzug soll keine Last sein

Erwin Simon von der Settelen AG, einem Umzugsunternehmen mit nationaler und internationaler Tätigkeit, hat jahrelange Erfahrung in diesem Bereich und kennt die Tücken des Alltags. «Viele Leute unterschätzen den Umzug schlichtweg». Alleine schon das korrekte Etikettieren der Möbelstücke und Kartons könne viel Zeit und Mühe ersparen. Auf jeden Fall sei eine gründliche Vorbereitung das A und O, meint er. Dazu gehört beispielsweise die Abklärung, ob eine offizielle Strassenabsperrung am neuen und alten Wohnort benötigt wird.

 

Nicht blenden lassen

Doch nicht nur den Umziehenden bereitet der Ortswechsel teilweise Kopfzerbrechen. Laut Experten hat sich die Branche in den letzten Jahren, besonders in den Bereichen Mitbewerber und Technologie, verändert. Das Internet spiele dabei eine wichtige Rolle. Denn die Auswahl an Umzugsunternehmen sei inzwischen kaum mehr überschaubar. Oft sei es eine gut gestaltete und interessante Website, welche die Kunden anlocke – das alleine ist aber noch lange keine Garantie für guten Service und hohe Qualität. Doch alteingesessene Betriebe, die über keine solche Website verfügen, aber dafür jahrelange Spitzenleistung aufweisen, können in der virtuellen Welt nicht mehr mithalten. Der Preisdruck sei eine der grössten Herausforderungen. Nur mit Flexibilität, bester Qualität und qualifiziertem Personal können Unternehmen mit einem hohen Standard den Billiganbietern entgegenwirken.

 

Für Umziehende ergiebt es also Sinn, nicht voreilig ein x-beliebiges Unternehmen zu engagieren. Es lohnt sich, Zeit zu investieren und sich über den Anbieter zu informieren.

 

«Einfach mal umziehen» war gestern

So wie die Branche verändern sich auch die Anforderungen an die Menschen, die in ihr tätig sind. So müsse ein Zügelmann etwa heutzutage sprachlich versiert sein. Englisch sei dabei ein absolutes Muss. Auch auf den Kundenkontakt werde viel Wert gelegt. Ebenfalls handwerklich müssten sie ihr Fach beherrschen. Dazu werden oftmals Schulungen, beispielsweise für neues Werkzeug, absolviert.