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Zurück zur eigenen Natur – die Küche 2015

Trends Was sind die Trends im Küchenbau 2015? Eine Frage, die sich nur schwer beantworten lässt, sagen Experten. Dennoch: Wenn es einen Trend gäbe, dann sicherlich den hin zu noch besserer Beratung.

Matthias Mehl

Thomas Wiesmanns Spezialität ist es, der Kundschaft eine «massgeschneiderte» Küche zu planen. Eine, die so einzigartig ist, wie die Kundschaft selbst. «Irgendwie ist es wie bei der Mode. Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten, man kann heute alles tragen – und trotzdem laufen alle uniformierter herum», sagt Wiesmann. Das lasse sich auch im Küchenbau beobachten. «Wir sprechen von der Wichtigkeit des Individuums, von der Individualität, aber mehr und mehr gleicht eine Küche der anderen.» Hier müsse man der Kundschaft dabei behilflich sein, sie beim Planungsprozess begleiten, ihre Bedürfnisse eruieren, ihnen manchmal auch Mut machen, zu ihren Bedürfnissen zu stehen.

 

Er müsse lachen, wenn er zum Beispiel höre, der neuste Trend seien farbige Küchen. Das Resultat sei dann, dass die Kundschaft doch lieber auf der sicheren Seite bleibe und sich eine Weiss-in-Weiss Küche baut, oder «mutig» mitmacht, weil das halt trendy sei. Und am Schluss sind sie unglücklich mit ihrer bunten Küche. Das sei nicht die Lösung. «Die Fähigkeit, auf die Kundschaft einzugehen, ist der wichtigste Faktor im Küchenbau», meint Wiesmann. Und wenn es für ihn einen Trend gäbe, dann nur diesen.

 

Inspiration suchen

Selber ist Thomas Wiesmann darum immer auch auf der Suche nach Innovationen, neuen Ideen und Gedanken, die er für seine Kundschaft nutzbar machen könnte. Hier sieht er zurzeit wenig, was ihn aufhorchen liesse. Vielleicht liege die Zukunft eher in den Dingen, die Bestand haben. Er selber sieht nur bei den Steinen eine Bewegung, «eine mögliche Wiedergeburt des Steins.»

 

Die Jahre mit Glas, Kunststoff und Kunststein oder Porzelanik scheinen ihm vorbei. Was Bestand hatte, waren die Natursteine. Hier werde eines interessant: Der Quarzit – auch für grosse Arbeitsplatten. Früher war es nicht möglich, mit diesem Stein eine fugenlose Arbeitsplatte herzustellen. Jetzt gäbe es neue Fräsgeräte, die das schafften. Dies eröffne neue Möglichkeiten: «Diese Steine haben ein sehr ruhige, harmonische und gleichzeitig extrem widerstandfähige Oberfläche.»

 

Im Bereich der Geräte etabliere sich mehr und mehr der Kombisteamer. – wichtig werde hier die richtige Kombination der Geräte. Die Kombikochfelder von White House zum Beispiel, mit drei Kochfeldern und einem Wok, seien eine ideale Ergänzung zum Kombisteamer und gleichzeitig preislich interessant. Aber auch hier sei es immer eine Frage der Kochgewohnheiten! Trend 2015 unter dem Nenner? «Zurück zur eigenen Natur – zurück zur Beständigkeit.»